Mein Weg beim Sprachenlernen: Wie Anna mit Wokabulary Englisch und Französisch übt und Finnisch lernt
Von Anna —
Wenn du ein neues Werkzeug ausprobierst, ist es hilfreich, nicht nur zu wissen, wie es funktioniert, sondern auch echte Beispiele direkt aus der Praxis zu sehen. Deshalb möchten wir dir zeigen, wie wir selbst Wokabulary nutzen und wie es uns beim Sprachenlernen hilft.
Meinen englischen Wortschatz verbessern
Englisch habe ich ab der 5. Klasse in der Schule gelernt und nach der Schule nur noch einen einzigen Sprachkurs besucht. Natürlich haben sich meine Sprachkenntnisse über die Jahre trotzdem weiterentwickelt – durch den aktiven Gebrauch an der Uni, in meinen Jobs, mit internationalen Freund:innen oder beim Schauen englischer Serien und Filme.
Hin und wieder habe ich versucht, meinen Fortschritt aktiv voranzutreiben, aber es ist mir nie gelungen, eine echte Routine aufzubauen, um meinen Wortschatz zu erweitern.
Letztes Jahr habe ich mir angewöhnt, beim Lesen englischer Bücher aktiv die Wörter zu lernen, die ich noch nicht kannte. Normalerweise lese ich über Wörter, die ich nicht verstehe, einfach hinweg, denn sie hindern mich kaum daran, den Inhalt zu verstehen.
Jetzt trage ich aber jedes Wort, das ich nicht kenne oder nicht aktiv benutze, schon beim Lesen direkt in Wokabulary ein. Die Übersetzung lasse ich zunächst leer. Nach dem Lesen setze ich mich hin, schlage die Übersetzungen nach, trage sie ein und übe dann alle neu hinzugefügten Wörter. Ich finde diese Methode sehr hilfreich und konnte schon einige Wörter in meinen aktiven Wortschatz aufnehmen.
Allerdings ist es eine ganz andere Art zu lesen, wenn du dich aktiv auf jedes unbekannte Wort konzentrierst, statt es zu ignorieren. Deshalb mache ich das nicht bei allen Büchern, die ich lese, denn es bremst mich in der Geschichte aus.
Spannend finde ich auch, wie viel anspruchsvoller manche Bücher sind und wie viel umfangreicher ihr Wortschatz im Vergleich zu anderen ist. Als ich zum Beispiel das Buch The last Palace gelesen habe, geschrieben vom ehemaligen US-Botschafter in Tschechien, habe ich wirklich viele neue Wörter gefunden.
Das Buch erzählt die Geschichte des Palais, das Otto Petschek, ein europäisch-jüdischer Industrieller, in den 1920er-Jahren in Prag bauen ließ, und die Geschichte dieses Gebäudes, das im Zweiten Weltkrieg dem Befehlshaber der deutschen Besatzungsarmee in der Tschechoslowakei als Residenz diente und heute die Residenz des US-Botschafters ist. In diesem Buch gab es auf jeder Seite viele Wörter, die ich nicht kannte 😅, und ich konnte viele Wörter zu meinem Wokabulary hinzufügen.
Mein eingerostetes Französisch reaktivieren
Vor langer Zeit konnte ich ziemlich gut Französisch sprechen und hatte ab und zu Gelegenheit, es in Frankreich und mit Muttersprachler:innen zu nutzen. Seitdem bin ich aber völlig aus der Übung und habe erst vor Kurzem angefangen, es wieder aufzufrischen – mit französischen Filmen und Büchern. Bei Büchern kann ich die Werke von Annie Ernaux wirklich empfehlen, denn sie schreibt in einer sehr konkreten, klaren Sprache und Struktur.
Ich gehe dabei nicht so konsequent vor wie beim Englischen, aber Wörter, die mir begegnen und die ich nützlich finde, füge ich zu Wokabulary hinzu. Außerdem trage ich Wörter für Alltagsgegenstände, die mir nicht mehr einfallen, in Wokabulary ein und übe sie. Wobei mir Wokabulary beim Französischen wirklich hilft, ist die richtige Aussprache. Im Quiz lasse ich mir die Wörter oft von Wokabulary vorlesen, um die Feinheiten der französischen Aussprache zu verinnerlichen.
Finnisch lernen – ganz von vorn
Die Sprache, mit der ich dieses Jahr gerade erst angefangen habe, ist Finnisch. Nachdem ich Sprachen aus der slawischen, germanischen und romanischen Sprachfamilie gelernt hatte, wollte ich unbedingt in eine Sprache eintauchen, die mir völlig fremd ist. Nachdem ich letztes Jahr einige Zeit in Finnland verbracht hatte, beschloss ich, es mit Finnisch zu versuchen.
Mein aktueller Ablauf sieht so aus: Ich mache ein paar Lektionen in Duolingo und füge neue Wörter, die mir begegnen, zu Wokabulary hinzu. Dort wiederhole ich die neuen Wörter mehrmals pro Woche.
Inzwischen bin ich aber an eine Grenze gestoßen, an der ich mehr Kontext zur Grammatik brauche (vor allem zu Verbformen usw.), um die Wörter aktiv lernen und Fortschritte machen zu können. Deshalb habe ich mir vor Kurzem in meiner Stadtbücherei ein Finnisch-Lehrbuch ausgeliehen, das Texte und Grammatik enthält. Ich versuche, mindestens eine Lektion pro Woche durchzuarbeiten, und füge alle neuen Wörter zu Wokabulary hinzu.
Da Finnisch mit keiner der Sprachen verwandt ist, die ich schon kann, ist es schwer, voranzukommen, wenn man allein lernt und keine Gelegenheit zum Sprechen hat. Vor allem, weil ich es nur als Hobby mache. Deshalb habe ich mich für einen Online-Finnischkurs an einer finnischen Uni angemeldet, um schneller voranzukommen. Und auch dort werde ich Wokabulary als mein Vokabelheft nutzen.
Wenn du überlegst, Finnisch zu lernen, und nicht weißt, wo du anfangen sollst: Ich habe einige kostenlose Lernmaterialien für Finnisch zusammengestellt.
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